Bewahrung der Natur

Schutz der Blähfroschwiesen

Die Blähfroschwiesen erstrecken sich über eine weite Fläche, welche von den nördlichen Hügeln und dem südlichen Fluss beherbergt werden. Die grüne Graslandschaft, schattigen Wälder und klaren Gewässer erzeugen durch ihr Zusammenspiel ein ausbalanciertes Ökosystem, welches eine hohe Artenvielfalt in Flora und Fauna mit sich bringt. Eine Besonderheit hierbei sind die seltenen Blähfrösche, welche in dieser Nische ihren Lebensraum gefunden haben. Sie sind mitunter der Grund weshalb diese Perle der Region zu einem Naturschutzgebiet erklärt wurde. Dessen Unversehrtheit soll auch in Zukunft weiter bestehen bleiben.

Bewahrung des Naherholungsgebietes

Ob vom Lande oder der Stadt, jung oder alt, Gelehrter oder Bauer, alle ersuchen die Blähfroschwiesen und ihre Umgebung als Naherholungsgebiet. Dieser Rückzugspunkt hat viel zu bieten für all diejenigen, die die Sehnsucht nach frischer Luft und natürlicher Schönheit packt. Die Weiten haben sich als kleiner Geheimtipp für Reisende aus aller Welt herausgestellt.

Hütung der Dorfidylle

Bombelhausen ist ein kleines, zufriedenes Dorf, welches direkt an dem Naturschutzgebiet grenzt. Die Verbundenheit mit der Natur ist hier Tradition, denn die Geschichte dieses Ortes ist tief verwurzelt mit den Blähfroschwiesen. Eine große Gemeinschaft, in dessen Zentrum der Zusammenhalt aller Bewohner sowie die Wertschätzung der Natur steht. Ruhe, Respekt und Solidarität: Das sind die Werte, die dieses Dorf ausmachen.

Juristische Aspekte

Überprüfung des Umweltverträglichkeitsverfahren von 2018

  Zunächst lässt sich sagen, dass das Verfahren ordnungsgemäss von unseren Kollegen aus der Bürgerbewegung beantragt wurde. Auch die formale Durchführung erscheint uns durchaus korrekt. Problematisch wird es allerdings beim Ziehen der Rückschlüsse: Als Hauptaufenthaltsbereich der Blähfroschpopulation wurde das Gebiet 3km westlich von Bombelhausen ermittelt und somit als neuer Naturschutzbereich deklariert welcher so nicht bebaut werden soll. Dies ist zunächst einmal richtig. Vergessen wurde allerdings, dass die Population der besagten Blähfrösche nicht nur auf diesen Naturschutzbereich beschränkt lebt sondern in der Flora und Fauna rund um Trübingen eine zentrale Rolle spielt. Unter dem Aspekt der holistischen Betrachtung eines Ökosystems ist das dann durchaus problematisch: Eine Umsiedlung der Blähfrösche kann aus unserer Sicht nicht ohne einen erheblichen Eingriff in das Ökosystem passieren. Es ist überdies hinaus nicht eindeutig im Verfahren bestimmt worden, inwiefern sich eine solche Umsiedlung auf die Population der Blähfrösche selbst auswirkt, geschweige denn von den Folgen auf alle anderen damit zusammenhängenden Arten. Eine Umsiedlung einer kompletten Art stellt immer einen grossen Stressfaktor für die Art dar - so kann aus den Informationen die uns heute vorliegen nicht endgültig geklärt werden, ob eine solche Umsiedlung nicht letztlich das Ende der Blähfrösche rund um Trübingen zur Folge hätte.

  Im Rahmen unserer Akteneinsicht ist bei uns auch der Verdacht gewachsen, dass hier ein Verfahren, welches sonst einige Monate bis Jahre dauern kann, einfach durchgewunken werden soll, damit sich die Politik mit der Ansiedelung des Nanosurface-Unternehmens schmücken kann. Dies spielt sich hier noch hauptsächlich auf dem Rücken der Blähfrösche ab, es dauert aber sicher nicht mehr lange, dann werden auch Sie die Opfer solch durchgeklügelter Strategien, wenn sich die von Ihnen gewählten Politiker einfach über gesetzliche Regelungen hinwegsetzen können, nur weil das kurzfristigen Profit verspricht.