Trübinger Wochenblatt Newsfeed

 

02.07.2018

Brand in einer irischen Fabrik bringt dramatische Folgen mit sich!

 Irland, Sellyfields – Am vergangenen Sonntag 01.07. kam es in einer irländischen Kleinstadt zu einem Brand in der Fabrik CelticNano, welche spezielle Oberflächenbeschichtungen herstellt. Dabei handelt es sich vielmals um Beschichtungen, die über Nanopartikel gewünschte Eigenschaften erhalten. Laut einem Feuerwehrsprecher traten bei dem Brand diverse Nanopartikel aus, weshalb Anwohner im Umkreis von 10km ihre Wohnungen vorerst nicht verlassen durften. Diese Vorsichtsmaßnahme wurde umgehend von den Behörden bestätigt. Des Weiteren wurden 12 Produktionsbeschäftigte zu Untersuchungen in Krankenhäuser gebracht. Ein äußerst besorgniserregendes Ereignis, dass an das Unglück von 1976 in Seveso erinnert, bei dem es eine Explosion in einem Chemiewerk gab. Welche Nanopartikel letztendlich ausgetreten sind und wie stark die Natur kontaminiert wurde lässt sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Wissenschaftler und Hilfskräfte versuchen dies jedoch so schnell wie möglich herauszufinden. Als besonders risikoreich gilt das eventuell ausgetretene Schwefelhexafluorid-Gas, welches dramatische Folgen für die Natur und Gesundheit der betroffenen Mitarbeiter haben könnte. Ein Vertreter der kanadischen Non-governmental organization (NGO) AtomPanopticon äußerte sich diesbezüglich und verlangte via Twitter, dass Industrie und Politik sofort alle Fakten offenlegen müssen. Auch von einem Vertreter der Gewerkschaft UnitedUnionists hagelte es Kritik gegen CelticNano basierend auf Vorwürfen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen für Beschäftigte. Ein Sprecher der Firma CelticNano versicherte, dass das Unglück nicht unterschätzt werde und man alles Erdenkliche tun wird um Anwohner sowie die umliegende und Natur vor Schäden zu bewahren. Sobald die Proben mehr Gewissheit über die Ausmaße des Unglücks geben, solle ein Anti-kontaminationsprogramm gestartet werden. Den Anwohnern wird empfohlen Ruhe zu bewahren und auf weitere auf Anweisungen der Regierung in Zusammenarbeit mit der Firma zu warten. Ein Unglück, welches für die Trübinger Region nicht unbedeutend ist, da die bald ansiedelnde Firma Nano(Sur)Face ebenfalls auf Nanopartikel basierende Oberflächenbeschichtungen herstellt. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) wollte schon seit längerem ein Update seiner Stellungsnahme zu antimikrobiellem Nanosilber vorstellen. Ob dieser Prozess sowie die Stellungsnahme nun beschleunigt und oder durch das Unglück beeinflusst wird ist vorstellbar.

D.D. 

 

 

 

 

 

 

 

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30.05.2018

Bürgerbewegung gegen den Nano-Industriepark

Bombelhausen- Letzte Woche wiesen wir in unserem Artikel rund um das Bombelhausener Bauprojekt auf heftigen Gegenwind seitens der Bürgerbewegung hin. Um diesen Standpunkt etwas mehr zu beleuchten haben wir uns für diese Woche mit einigen Stimmen aus der Bürgerbewegung zusammengesetzt. Sowohl Veronica Rana, eine in Bombelhausen ansässige Biologin, als auch Siegfried Padde, dessen Hof sich in der Umgebung Bombelhausens befindet, erklärten sich bereit uns ihre Sorgen und Bedenken mitzuteilen.

Rana und Padde liegt es besonders am Herzen, „dass das Dorf so ruhig und friedlich bleibt wie es gerade ist“ und zeigen sich empört, dass solche Entscheidungen ohne Einverständnis der Bürger getroffen werden. Zudem sahen beide eine direkte Bedrohung der anliegenden Blähfroschwiesen. Frau Rana, ihrerseits Biologin, sah hier besonders die Störungen durch Baulärm und Lichter, welche die Frösche, aber auch andere Tiere in die Irre führen könnten, als gefährlich. Die Frösche seien eine seltene und geschützte Art, die sich vor allem durch ihre „wunderschönen Froschkonzerte“ auszeichne. Sie wäre überdies „Wichtig zur Regulation des Insektenhaushalts“ und „gehöre zu Bombelhausen wie das Kreuz in jeder Kirche“.

Herr Padde macht sich vor allem um die Zukunft seines Hofes Sorgen, besonders im Hinblick auf den dem Projekt folgenden Ausbau der Infrastruktur (Glasfaserkabel etc.). Diese Bauarbeiten werden die landwirtschaftlichen Tätigkeiten seines Hofes maßgeblich beeinträchtigen. Zudem stellt er in Frage, ob die berüchtigten Oberflächenbeschichtungen der Firma Nano(sur)face, welche Bakterien töten, seinen Schafen zur Gefahr werden könnten.

Auf die Frage möglicher positiver Aspekte, blieben beide sehr kritisch. Neu geschaffene Arbeitsplätze wären nicht für Bombelhausener, die bessere Infrastruktur käme hauptsächlich der Industrie selbst zugute und die Kosten würden nach wie vor beim Steuerzahler liegen. Ein möglicher Kompromiss steht auch in den Sternen, Ziel sei es, "sie nicht mal zum Spatenstich kommen zu lassen“.

Gegenüber den kursierenden Gerüchten über Verbindungen zwischen Nano(sur)face und der momentan heftig kritisierten Firma ARGFRAU, zeigten sich beide aufgebracht und zweifelten an den Moralvorstellungen Nano(sur)face´s. Man wolle so etwas keinesfalls unterstützen und ist besorgt plötzlich aktive Militärforschung vor der eigenen Haustür vorzufinden. Schaut man sich die entsprechenden Äußerungen dazu im Netz an, wird sehr schnell klar, dass diese Gerüchte dem Projekt keine Sympathien eingebracht haben.

 Die Bürgerbewegung wird in den nächsten Wochen alles in ihrer macht stehende unternehmen um die Bombelhausener Landschaftsidylle zu erhalten. Die Website soll ausgebaut werden, Aufklärungsvorträge, Infoveranstaltungen sowie Demonstrationen seien geplant. Die Infoveranstaltungen der Firma Nano(sur)face wollen die Vorsitzende der Bürgerbewegung nutzen um genauere Informationen über die Produkte zu erhalten, welche in Bombelhausen hergestellt werden sollen. Den Kontakt zur Politik wird man ebenfalls suchen und man sei sich zuversichtlich auf Verständnis der Politiker zu stoßen. Von Bobby Palmwedel sei man enttäuscht, „das Planfeststellungsverfahren im Schatten in die Wege geleitet zu haben“, nichts desto trotz wünsche man ihm selbstverständlich eine schnelle Genesung. Dr. Winfried Quetschmann, Abteilungspräsident für Umwelt, wird in den nächsten Wochen in den Fokus rücken, denn Padde beteuerte, dass er besondere Hoffnung in seine besonnene Meinung stecke. Wie die Aufklärungsversuche und Kontaktaufnahme zur Politik seitens der Bürgerbewegung ausfallen, werden wir gespannt beobachten.

 A.F.



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16.05.2018

Nano-Industriepark für Bombelhausen

 

Unsere dieswöchige Ausgabe dreht sich rund um den geplanten Bau des Technoparks im Trübinger Stadtteil Bombelhausens. Seit Mai letzten Jahres ist bekannt, dass zwischen Trübingen und Bombelhausen die Ansiedlung der Firma Nano(sur)face, eine Tochterfirma von NanoGreen, geplant ist. Nach langen Diskussionen wurde der Baubeginn nun auf den 01.09.2018 festgelegt. Dies bezüglich blicken wir nochmal auf die Details des Projekts, inklusive Stellungsnahmen sowie Einblicke seitens Firmenführung, als auch von den neuen politischen Repräsentanten der Stadt Trübingen. Weitere Informationen zur Übergangsregierung finden Sie in der Ausgabe vom 09.05.2018.

Bei der Firma Nano(sur)face handelt es sich um eine Tochterfirma eines Baden-Württembergischen Familienunternehmens. Sie haben sich im Bereich Oberflächenbeschichtungen spezialisiert, wobei die einzelnen Produkte unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Den stärksten Umsatz soll die Firma im Bereich antibakterieller Oberflächenbeschichtungen verbuchen. Zudem sind weitere Forschungsbereiche geplant, welche in engster Verbindung mit der Eberweich-Karls-Universität Trübingen arbeiten sollen. Seitens Universität äußert man sich begeistert über die geplante Kooperation, die ersten Gespräche verliefen vielversprechend, so ein Pressesprecher der Firma. Doch die Planung der innovativen Firma wirft auch Fragen auf und stößt beim ein oder anderen Bürger auf Unverständnis. Zum einen ist über die Produkte und dessen Entsorgung wenig bekannt, zum anderen ist der von offizieller Seite geplante Standort der Firma sehr umstritten. Der Spartenstich wurde auf den 01.09.2018 terminiert und wird sich auf Grund des temporären Ausscheidens Palmwedels auch nicht verzögern, so Nano(sur)face. Dies wurde von Seiten der Politik bestätigt, welche die Ansiedlung der Firma als Bereicherung für die gesamte Region sehen. Allerdings betonte Joe Büldinger, dass man den Dialog mit diesbezüglich kritischen und besorgten Bürgern suche um Fragen zeitnah zu beantworten. Dass es einen Tag der offenen Tür sowie eine Infoveranstaltung rund um die Firma Nano(sur)face geben soll, begrüßen die Politiker. Die Veranstaltungen sollen dabei eine Möglichkeit bieten, den mysteriösen Nebel um die zukünftigen Technologien zu lichten und dem neugierigen Bürger die Sorge um jegliche Risiken zu nehmen. Die Infoveranstaltung soll in den nächsten Wochen stattfinden, genaueres dazu finden sie auf der Firmen eigenen Homepage.

Die kritischen Stimmen gegen Nano(sur)face wurden in der vergangenen Zeit lauter und lauter. Wenn man den Stimmen glauben kann laufen diese Unruhen auf ein baldiges Bürgerbegehren zu. Den Bau eines Firmengeländes unmittelbar angrenzend an ein Naturschutzgebiet und landwirtschaftlich genutzter Felder trifft nicht überall auf Zuspruch. Zumal in den Tümpeln des Naturschutzgebietes der überaus seltene Blähfrosch beheimatet ist. Man fragt sich ob das Abwasser und jegliche Abfallprodukte Einfluss auf die Agrarfelder haben könnten. Außerdem sieht man die Idylle des so friedlichen und ländlichen Stadtteils Bombelhausen in Gefahr. Die An- und Abfahrt von Baustellenfahrzeuge, ebenso wie Lärm und Staubentwicklung aber auch die Planung eines Ausbaus des Firmengeländes zu einem Industriegebiet ist für manche Bombelhausener Bürger unvorstellbar. Es wird spannend die Entwicklung hinsichtlich der Kritik zu verfolgen, bleibt es bei Unmut oder kommt es zu einer Bürgerinitiative?

D.D. 


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 09.05.2018

Dreigespann vertritt Bobby Palmwedel auf unbestimmte Zeit

Trübingen- nach dem dramatischen Unfall des Oberbürgermeisters Palmwedel vergangenes Wochenende ist nun seine vorübergehende Vertretung geklärt. Dabei rücken gleich drei Personen in den Fokus. Joe Büldinger, Max-Richard von Waldhausen und Dr. Winfried Quetschmann. Alle Drei sind erfahrende und etablierte Politiker der Stadt Trübingen. Büldinger, welcher vor vier Jahren sein Amt als Abteilungspräsident für Steuerung, Bevölkerungsschutz und Verwaltung antrat, ist zuversichtlich, dass der temporäre Ausfall Palmwedels keine verheerenden Folgen für die Stadt Trübingen bedeutet. Dabei kennt er sich mit ungeplanten und zunächst unübersichtlichen Situationen aus, nicht zuletzt war er für die Koordinierung der Flüchtlingsunterbringung im Landkreis zuständig. Max-Richard von Waldhausen ist nach wie vor für den Bereich Wirtschaft, Raumordnung, Bau- Denkmal- und Gesundheitswesen zuständig. Ebenso wie Waldhausen, beteuerte auch Dr. Winfried Quetschmann, dass man im Regierungspräsidium alles geben werde um die Vertretung Palmwedels reibungslos über die Bühne zu bringen. Quetschmann ist seit sieben Jahren Vorsitzender des Bereichs Umwelt in Trübingen.        Die Bürger blicken gespannt auf die neuen Repräsentanten der Stadt Trübingen.

A.F.

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08.05.2018

+++ EILMELDUNG+++ Bobby Palmwedel vom Hybrid-Bus erfasst!

Bobby Palmwedel ist am vergangenen Samstag 5.5.2018 mit seinem E-Bike auf dem Weg zu einem Amtstermin beim Abbiegen von einem Hybrid-Bus erfasst worden. Die innovativen Hybrid-Busse werden durch zwei Antriebsmechanismen mobilisiert, bestehend aus dem herkömmlichen Verbrennungsmotor und einem Elektromotor. Die geringe Geräuschentwicklung des Elektromotors wurde Palmwedel dabei zum Verhängnis und es kam zur Kollision. Er zog sich bei diesem Unfall einen komplexen Bruch des rechten Schienbeins, sowie ein Schädelhirntrauma von aktuell noch unbekannter Stärke zu. Ärzte sind sich einer vollständigen Genesung zuversichtlich, allerdings wird Palmwedel auf bisher nicht absehbare Zeit nicht dazu in der Lage sein, sein Amt auszuüben.

Ersten Aussagen zufolge soll sein Amt für diese Übergangszeit von drei Repräsentanten vertreten werden, die genauen Kandidaten sind jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Weitere Informationen folgen mit der nächsten Ausgabe.

P.P.