Gefährdung für die Natur

Das Naturschutzgebiet wird durch die Bebauung der Unternehmen unmittelbar gestört. Die Blähfroschwiesen beherbergen eine unglaubliche Artenvielfalt an Pflanzen und Tierwesen. Besonders die geschützten Blähfrösche werden nicht mehr naturgemäß kommunizieren können. Lichter, Lärm und starke Luftverschmutzung aufgrund von Bau, Industrie und erhöhtem Verkehrsaufkommen ist garantiert. Während ihrer Wanderungen wird die Gefahr überfahren zu werden noch größer. Beim Laichgewässer werden sie Probleme bei der Partnersuche bekommen, da die Lokalisierung der Paarungsrufe bei Lärm um einiges erschwert sein wird. So sind doch die Blähfrösche von enormer Wichtigkeit zur Regulation des Insektenhaushalts und somit dem Erhalt des Biotops. Auch wenn das Gelände nicht im Naturschutzgebiet selbst gebaut wird muss essentieller Lebensraum eingebüßt werden.

Mit dem Bau eines riesigen Industriegeländes werden nicht nur die Blähfroschwiesen bedroht. Die Gefahr von Industrieunfällen geschweige denn, dass Industrieabfälle, wie Chemikalien, in unseren geliebten Neckar gelangen ist hoch und können wir nicht außer Acht lassen. Nicht nur die Blähfrösche brauchen den Fluss um zu Laichen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems.

Zudem: Wo wird die Grenze gezogen? Nach ungewisser Zeit wird sich das Industriegelände auf Kosten der Blähfroschwiesen erweitern. Andererseits, wenn es nicht gut für die Unternehmen läuft und sie womöglich bankrottgehen, kann die Flächenversiegelung ganz umsonst gewesen sein. Der Markt für die Nanotechnologien ist Neuland, wächst rapide und unterliegt immer wieder starken Schwankungen. Es ist nicht gesichert, dass Nano(sur)face in dieser harten Branche auf Dauer überlebt.

Wir wollen diese irreversible Naturzerstörung nicht hinnehmen!


Risiken für die Bevölkerung

Die Störung der Dorfruhe liegt auf der Hand. Die Bombelhausener werden während dem Bau einer dauerhaften Lärmbelästigung und Luftverschmutzung ausgesetzt. Das Erweitern der Infrastruktur führt zur Zerstörung des Naherholungsgebiets und zu mehr Verkehr, was wiederum mehr Abgase und Lärm mit sich bringt - abgesehen davon, dass Kosten für neue Straßen und Glasfaser-Internet auf den Steuerzahler abgewälzt werden, wovon hauptsächlich die Industrie ihren Nutzen davontragen wird.
Wir zahlen nicht für etwas das wir nicht wollen!

Auch unsere Bürgerrechte werden mit Füßen getreten. Die Stadt hielt es nicht für notwendig uns rechtzeitig zu informieren, sondern leitete das Planfeststellungsverfahren über unsere Köpfe hinweg ein.  Wir sind enttäuscht. Die Politik und Industrie sehen nur den eigenen Profit und vergessen wer wirklich davon betroffen ist. Nun sollen wir Bürger damit ruhiggestellt werden, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden und eine bessere Infrastruktur entsteht. Doch die Risiken für den einzelnen Bürger sind hoch. Die zukünftigen Arbeitnehmer werden wohl kaum aus Bombelhausen kommen, sondern erst dorthin ziehen wollen und die Mietpreise hochtreiben. Unser Dorfbild wird sich verändern – in eine Richtung, die mit der jetzigen Idylle nicht vereinbar sein wird.

Solch eine Entscheidung betrifft uns alle. Doch noch ist es nicht zu spät. Mit genug Unterstützung können wir das Bauvorhaben verhindern!