Aus für die Blähfrösche!!!

+++ Bombelhausen entscheidet für Industriepark +++

+++ Geheimer Evakuierungsplan des VIC +++

29.07.2019

Am Freitagnachmittag hielt die lang erwartete Podiumsdiskussion ganz Bombelhausen in Atem! Gegenüber standen sich Vertreter von Industrie, Politik und WTF und auch das Publikum beteiligte. Ausrufe wie „300 Leute verhungern wegen 300 Fröschen!“ schallten durch den Saal. Stellt der WTF das Wohl der Amphibien über das der Anwohner Bombelhausens? Wild wurden Anschuldigungen gegen den WTF geäußert: Die Blähfrösche seien nur als Grund an den Haaren herbeigezogen um die Popularität des Vereins zu steigern! Hiermit schaden sie der Entwicklung Bombelhausens! Selbst die angegebene Größe der Blähfrosch-Population des WTF wurde in Frage gestellt. Wiederholt wurde außerdem angeführt, ob es nach dem Anschlag auf das Trübinger Rathaus von mutmaßlichen WTF-Sympathisanten noch möglich sei, gegen den Industriepark zu stimmen. Man dürfe den Terroristen nicht das Gefühl vermitteln, mit solchen Aktionen Druck ausüben zu können. WTF-Vertreter Herr Dr. Dr. Oehler bestritt jegliche Verbindung, doch die Frage liegt auf der Hand: Hat sich der WTF hier ins eigene Bein geschossen?

Mitten in der Debatte allerdings wendete sich die Diskussion. Nicht mehr der WTF wurde angefeindet, nun ging es gegen die Industrie und den Bau des Nano-Firmensitzes. Amphibienexperte Herr Dr. Dr. Martin Oehler bestritt vehement, dass eine Umsiedlung der Blähfroschpopulation möglich sei. Er erklärte die Flächenversiegelung habe einen enormen Einfluss auf die Gewässerstruktur. Der Bau sei somit gleichzusetzen mit dem Aus für die Blähfrosch-Population. Selbst VIC-Vertreter Herr Bösshaft musste ihm in diesem Punkt beipflichten. Er habe dieses Phänomen auch bei seinem eigenen Froschteich beobachtet. Und trotzdem will der VIC den Bau durchsetzen! Doch wie viel der Bombelhausener Idylle wird denn nun wirklich zerstört? Der Kommentar der Pressesprecherin von Nano(Sur)Face lässt aufhorchen: „Wir zerstören nicht alles.“. Der aufmerksame Zuhörer schließt hieraus natürlich, dass viel der Natur zerstört wird!

Die Podiumsdiskussion stellte außerdem die Frage nach der Sicherheit des Unternehmens Nano(Sur)Face in den Fokus. Besorgte Bürger aus dem Publikum erkundigten sich danach, was bei einem Unfall geschehen würde. Eventuell austretende Silizium-Partikel, mit denen die Firma arbeitet, sind tödlich für Bakterien und seien zudem entzündlich. Ein negativer Effekt auf die Umwelt sei demnach nicht auszuschließen und nach Expertin Frau Dr. Klänk liege die Wahrscheinlichkeit für so einen Unfall nicht einmal bei null! Wahnsinn: Wird bei einem Unfall brennender Killersand das Naturschutzgebiet in eine kahle Ödnis verwandeln? Wie mit so einem Unfall umgegangen wird erläuterte Herr Bösshaft des VIC. Erschreckend: Der Evakuierungsplan des VIC sei geheim und für die Normalbevölkerung nicht zugänglich! Zudem gab Nano(Sur)Face Pressesprecherin Frau Seibirgit im weiteren Verlauf der Debatte zu, keine Erfahrung mit einer Evakuierung zu haben. Wie wird das junge Unternehmen Nano(Sur)Face im Ernstfall handeln? Ohne Erfahrungswerte werden brenzlige Situationen wohl kaum problemlos gehandhabt werden können. Und hierunter leidet dann die Bevölkerung! Eine weitere Frage, die im Raum stand: Wo wird die Grenze gezogen? Nano(Sur)Face verdient Geld durch das Töten von Bakterien. Sind diese in ihren Fabriken produzierten Killermaschinen auch in anderen Feldern anwendbar? Uns wird versichert, die Anwendung beziehe sich rein auf den medizinischen Sektor, aber Nano(Sur)Face gab auch zu: Ein breites Anwendungsgebiet ist vorstellbar.

Überraschend still zwischen den Fronten standen die Politiker Herr Dr. Quetschmann und Herr Stehfrau. Sie hielten sich größtenteils aus der Debatte raus und meldeten sich nur auf direkte Ansprachen zu Wort. Skandalös: Herr Dr. Quetschmann will industriefinanzierte Experten bei der Bewertung der Gefährdung des Naturschutzgebietes einsetzen. Zu welchem Ergebnis diese Experten wohl kommen werden?

Die anschließende Abstimmung fiel zugunsten des Industrieparks aus! Obwohl sich die Debatte zum Schluss nur noch gegen die Industrie-Vertreter richtete, die zu dem Zeitpunkt nur noch in Abwehrhaltung reagierten, wurde gegen die erneute Überprüfung des Planfeststellungsverfahrens entschieden. Wie es nun mit Bombelhausen weitergeht bleibt abzuwarten. Ich bin Alexa Läufer und ich berichte: Vor Ort. Für Sie. Von Herzen.

Anschlag auf Trübinger Rathaus!!!

+++ Vandalismus als sozialer Aufschrei? +++

18.07.2019

In der Nacht auf den 8. Juli brachen Aktivisten in das Trübinger Rathaus ein und besprühten die Wände mit extremen Parolen. Gefordert wurden unter anderem "Keine Todestechnologie in Bombelhausen", "Keine Nanokontrolle über unsere Körper und unseren Geist" und "Rettet den Planeten aus dem Würgegriff des Turbokapitalismus". Handelt es sich um einen koordinierten Angriff des WTF Umweltverbands, der im Bombelhausener Blähfrosch-Drama schon für so manchen Aufruhr gesorgt hat? Die Ermittlungen laufen! Unglaublich: Auch das zu Hause der Bombelhausener Gemeinderätin Gerlinde Göckele wurde attackiert! In den frühen Morgenstunden beschmierten Unbekannte den Eingangsbereich mit einer roten, stark riechenden Substanz. Das Vandalismus-Opfer Göckele sieht als Motiv ihre öffentliche Unterstützung des Industrieparks, der in der Region gebaut werden soll. Weiter betont sie, dass „das erneute Gezetere“ der Bürgerinitiative irrelevant sei. Eine Aussage, die eine der Quellen der offensichtlichen Verzweiflung der Bevölkerung darstellen dürfte. Bei der Aktion handelt sich um einen unübersehbaren Aufschrei der Bevölkerung: Die Politik soll sich nicht in Machenschaften mit dem Nano-Tech Unternehmen Nano(Sur)Face einlassen! Niemand weiß, ob die Produkte dieses Unternehmens zur militärischen Nutzung eingesetzt werden können. Wahnsinn: Die Firmenleitung setzte sich 2011 sogar aktiv gegen das Unterschreiben einer Zivilklausel für die friedliche Forschung ein! Wann wird die Politik endlich die Sorgen der Bürger ernst nehmen? Und wie weit darf der einfache Bürger gehen, um denen da oben die Augen zu öffnen? Ich bin Alexa Läufer und ich berichte: Vor Ort. Für Sie. Von Herzen. 

Politik Trübingen/ Bombelhausen: Ratlos. Planlos. Gespalten.

+++ Blähfrosch-Drama von Bombelhausen nimmt Fahrt auf  +++

22.05.2019

Der WTF Umweltverband gibt sich im Interview kämpferisch. Es sei nicht gerechtfertigt wie der Bürgerentscheid im vergangenen Jahr ausgegangen ist. In diesem entschieden sich die Bürger Bombelhausens mit knapper Mehrheit für den Bau des Nano-Industrieparks­. Wurde nicht genug informiert? Wer hat hier versagt? Dem Pressesprecher der Landesregierung wird vom WTF Umweltverband außerdem Eigeninteresse vorgeworfen. Seine Aussage, die Klage sei „chancenlos“ scheint hier auf einen starken Kampfgeist zu treffen. Handelt die Regierung entgegen dem Sinne der Bevölkerung? Die zwei Fronten verhärten sich: Nano(Sur)face gegen WTF Umweltverband. Nano-Technologie gegen Blähfrösche. Nano(Sur)face bekräftigen in ihrer Pressemitteilung sowie im Interview zwar, die Klage richte sich nicht direkt gegen sie, doch der WTF Umweltverband stellt dies anders dar. Die Ansiedlung von anderen Unternehmen in der Region würde auf weniger Probleme mit dem Ökosystem stoßen. Doch auf welcher Seite steht die Politik? Während sich Umweltminister Karl-Heinz Herbolzer positiv über eine Überprüfung des Planfeststellungsverfahrens äußert, hält es die Lokalpolitik in Trübingen/ Bombelhausen für „Ansichtssache“ ob Bombelhausen der geeignete Standort hierfür ist. Eine unglaubliche Wende: Vor zwei Wochen empörten sich lokale Politiker noch über Twitter gegen die Klage des WTF Umweltverbands vor dem Oberverwaltungsgericht Frauburg und verkündeten die Klage richte großen Schaden für die Region an. Nun scheint sich die Lokalpolitik doch auf die Seite ihrer Gegner zu schlagen. Ein Anzeichen für Resignation im Kampf gegen die Industriepark-Gegner? Trotzdem sieht die Lokalpolitik weiterhin Chancen in dem Projekt. Erhofft wird eine Steigerung der Besucherzahl des Naherholungsgebiets durch den Industriepark. Wie sich ein Erholungsgebiet mit dem Lärm durch die Industrie vereinbaren ließe, konnte Herr Dr. Quetschmann im Interview allerdings nicht erklären. Auch die Frage nach konkreten Maßnahmen in Sachen Lärm- und Umweltschutz konnte er nicht beantworten. Es gibt kein klares Konzept, keine Einigkeit im politischen Lager! Und keine Aufklärung was der Industriepark für Bombelhausen und Umgebung bedeuten würde. Chaos ist vorprogrammiert; wem sollen die Bürger/innen vertrauen? Ich bin Alexa Läufer und ich berichte: Vor Ort. Für Sie. Von Herzen.


Blähfrosch-Drama in Bombelhausen


Umweltverband klagt gegen Industriepark!

+++

„Soll hier wirklich die Entwicklung von Tötungswerkzeugen vorangetrieben werden?“

13.05.2019

 

Ein Sturm braut sich zusammen im kleinen, verschlafenen Dorf Bombelhausen! Hier, im Schatten der Universitätsstadt Trübingen dümpelt diese ruhige Ortschaft leise vor sich hin. Die umgebende Stille wird nur durch den gelegentlichen Laut eines Frosches oder das Zwitschern eines Vogels durchbrochen. Doch diese Ruhe hat bald ein Ende! Unfassbar - Die Nano-Industrie ist auf dem Vormarsch, um auch noch dieses letzte bisschen Natur einzunehmen! Das Naturschutzgebiet, in dem auch die geschützten Blähfrösche beheimatet sind, muss einem Industriestandort weichen! Die mutige Bürgerbewegung „Na-No“ erhob sich im vergangenen Jahr gegen den, von der Regierung beschlossenen, Bau. So fragte ein entgeisterter Bürger per Twitter ob hier wirklich die „[…]Entwicklung von Tötungswerkzeugen vorangetrieben werden[…]“ soll. Gemeint ist die Ansiedlung des Unternehmens „Nano(sur)face“, das schon wegen seiner Kooperation mit dem Waffenzulieferer ARGFRAU auffällig wurde und das Zentrum des Bauvorhabens darstellt. Durch gekonnte Manipulation gelang es den Vertretern von „Nano(sur)face“ die lokalen Politiker auf ihre Seite zu ziehen. An die vergangenen Proteste der Bürgerbewegung erinnern heute nur noch die angerissenen, halb vergessenen Plakate an den Bäumen und Laternenpfeilern. Die Bürgerbewegung „Na-No“, die sich dem Kampf gegen den industriellen Fortschritt verschrieben hatte, wurde zum Schweigen gebracht  und es scheint, als habe sich die Bevölkerung längst mit der Zerstörung ihrer Blähfroschwiesen abgefunden. Doch nun schalten sich die Großen ein! Laut der Presseagentur Leuters reichte der WTF Umweltverband nun Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Frauburg gegen den Bau des Bombelhausener Industrieparks ein! Als „Chancenlos“ bezeichnete ein Sprecher der Landesregierung die Klage, es bleibt allerdings abzuwarten, welchen wirtschaftlichen Effekt diese weitere Zeitverzögerung des Bauvorhabens auf die betroffenen Unternehmen haben wird. Des Weiteren wird sich zeigen, wie die Politik und die Bevölkerung auf diesen Eingriff von außen reagieren werden. Wird es „Nano(sur)face“ erneut schaffen, sich im Kampf um die Froschwiesen durchzusetzen? Es treffen zwei Giganten aufeinander - Umweltverband und Industrie. Ich bin Alexa Läufer und ich berichte über das Drama um Bombelhausen: Vor Ort. Für Sie. Von Herzen.